Netzwerk-Kamera

Was genau ist eine Netzwerk-Kamera?

Netzwerk-Kameras lassen sich als Kombination aus Kamera und Computer beschreiben. Sie erfassen und übertragen Live-Bilder direkt über ein IP-Netzwerk und ermöglichen es befugten Benutzern, Video über eine IP-basierte Standard-Netzwerk-Infrastruktur lokal oder entfernt anzuzeigen, zu speichern und zu verwalten.

 

Netzwerk-Kameras verfügen über eine eigene IP-Adresse. Sie werden an das Netzwerk angeschlossen und verfügen über einen integrierten Webserver, FTP-Server, E-Mail-Client, Alarm-Management und Programmfunktionen. Netzwerk-Kameras müssen nicht an einen PC angeschlossen werden. Sie arbeiten unabhängig und können an jeder kompatiblen IP-Schnittstelle mit dem Netzwerk verbunden werden. Davon unterschieden werden müssen Web-Kameras: Letztere müssen über USB oder IEEE1394 an einen PC angeschlossen werden, der ihre Daten weiterverarbeitet.Neben Video bieten Netzwerk-Kameras weitere Funktionen und können verschiedene Datentypen über dieselbe Netzwerk-Anbindung transportieren, zum Beispiel Ein- und Ausgangsdaten, Audio, serielle Daten (über serielle Schnittstellen) oder PTZ-Daten zur Kamerasteuerung.

 

Vergleich zwischen Netzwerk- und Analog-Kameras

 

In den letzten Jahren hat die Netzwerk-Kamera die analoge Kamera technisch eingeholt und erfüllt jetzt dieselben Anforderungen und Spezifikationen. In puncto Leistung hat sie die Analog-Kamera dank ihrer hochmodernen Funktionen sogar überholt.

 

Kurz gesagt ist eine Analog-Kamera ein Erfassungsgerät, das Signale in nur einer Richtung überträgt und auf DVR- und Bedienerebene endet. Netzwerk-Kameras hingegen übertragen Daten in beide Richtungen und sind im restlichen System vollständig integriert, wodurch eine verteilte und skalierbare Umgebung entsteht. Sie kommunizieren mit mehreren Anwendungen gleichzeitig, um verschiedene Aufgaben zu erfüllen und können zum Beispiel Bewegungen erkennen und melden oder verschiedene Video-Datenströme versenden.